Änderung in der Krankenversicherung ab 2018

||Änderung in der Krankenversicherung ab 2018

Änderung in der Krankenversicherung ab 2018

Neue Beitragsregelung für gesetzlich krankenversicherte Selbstständige ab 2018

Die Neuregelung der Bemessung von Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen betrifft alle gesetzlich versicherten.

Knapp 2,2 Millionen Selbstständige sind Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung. Für einige Selbstständige wird die Neuregelung der Beitragsfestsetzung erhebliche finanzielle Nachteile bringen. Denn ab 2018 werden ihre Krankenkassenbeiträge nur noch vorläufig festgesetzt und später anhand des Steuerbescheids endgültig berechnet. Das kann zu erheblichen Nachzahlungen führen.

Die Neuregelung verbirgt sich hinter dem scheinbar harmlosen Titel „Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG)“. Vom kommenden Jahr an sollen die Beiträge Selbstständiger zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung stärker an die Einkommensentwicklung angepasst werden. Das ist die Idee hinter Artikel 1 Nr. 16b des HHVG. Und es könnte eine gute Nachricht sein, wären da nicht die hohen Mindestbeiträge.

Rückblick

Bisher ist es so, dass nur im ersten Jahr der Selbstständigkeit anhand der eigenen Schätzung die Beträge berechnet werden, die dann bei Vorliegen des ersten Steuerbescheides „korrigiert“ werden. D.h. es kann für das erste Jahr im nachträglich zu Erstattungen oder Nachzahlungen kommen. Nach der bisherigen Regelung ist es ferner so, dass ab dem 2. Jahr die Beiträge nur noch auf Grundlage des letzten Steuerbescheides berechnet und festgesetzt werden. Sie werden nicht im Nachgang korrigiert, wenn der/die Selbstständige mehr oder weniger verdient hat.

Schadensbegrenzung

Die Neuregelung tritt am 1. Januar 2018 in Kraft. Ein Tipp für gesetzlich krankenversicherte Selbstständige mit steigendem Einkommen: Geben Sie Ihre Einkommensteuererklärung für 2016 (und ggf. die Vorjahre) so zeitig ab, dass Sie den Steuerbescheid noch in diesem Jahr erhalten und der Krankenkasse vorlegen können. Damit können Sie zumindest für 2016 und die Vorjahre Nachzahlungen vermeiden. Der zuletzt ergangene Steuerbescheid wird dann Grundlage für die Berechnung der vorläufigen Beiträge.

Quelle: VGSD


Wir unterstützen daher weiterhin den Petitionsaufruf gegen diese Gesetzesänderung!

Mehr Informationen und die Möglichkeit die Petition zu zeichnen finden Sie hier!

2018-08-03T10:41:08+00:0012. Oktober 2017|Kategorien: Aktuelles|Tags: , , |